Kurzweiliges Erlebnis: Design für Pop-Up Stores

Zwischen Exklusivität und sinnlicher Erfahrung: Pop-Up Stores punkten mit außergewöhnlichem Interior Design. Für Aussteller der imm cologne sind sie eine besondere Form der Objektausstattung.

Ob in leerstehenden Ladenlokalen, auf urbanen Plätzen oder im Grünen – Pop-Up Stores gehören zu den schillernden Phänomenen der modernen Warenwelt. Als temporäre Verkaufsflächen tauchen sie an unerwarteten Orten auf und sind schon nach ein paar Tagen, Wochen oder Monaten wieder verschwunden. Seit der Jahrtausendwende markieren die kurzzeitigen Shops eine grundlegende Entwicklung im Retail-Design: Die verstärkte Hinwendung zu einer emotional-sinnlichen Erfahrbarkeit von Marken und Produkten sowie zu einer möglichst unkonventionellen Gestaltung. Als Ziel dient dabei neben der Kundenbindung vor allem die Ansprache einer jüngeren Käuferschicht.

Im Wettbewerb um Kunden wurden Pop-Up Stores ursprünglich von der Modebranche erdacht. Der kurzfristige Verkauf von Kleidung an ungewöhnlichen Orten steigerte nicht nur deren Exklusivität, sondern auch das Interesse an der jeweiligen Marke. Je weiter die Lage und das Interieur von einer gewohnten Einkaufsumgebung abwichen, desto größer war die Aufmerksamkeit. Auf der Suche nach neuen Strategien der Distribution ist das Prinzip mittlerweile auch von anderen Branchen übernommen worden. Längst funktioniert es unabhängig von der ursprünglichen Guerilla-Idee: Pop-Up Stores finden sich heute auch und vermehrt im klassischen Umfeld des Einzelhandels wie in Shoppingmalls oder an großen Einkaufsstraßen.

Für die Möbel- und Einrichtungsbranche bieten Pop-Up Stores eine besondere Form der Objektausstattung. Langjährige Aussteller der imm cologne wie Thonet, Vitra oder Walter Knoll veredeln mit ihrem Mobiliar zeitlich begrenzte Schauräume. Premiumprodukte oder spezielle Editionen namhafter Fashion-, Lifestyle- oder Automarken werden dabei mit einem außergewöhnlichen Interieur in Szene gesetzt. Das hochwertige Design der Möbelhersteller unterstreicht dabei die Exklusivität der jeweiligen Installation.

Bemerkenswert ist an der anhaltenden Beliebtheit von Pop-Up Stores ein weiteres Phänomen: Auch große Onlinehändler nutzen heute diese besondere Verkaufsform, um ihre Produkte an den Mann beziehungsweise die Frau zu bringen. Während die Einzigartigkeit solcher Shop-Konzepte ursprünglich auf die zunehmende Konkurrenz des Onlinehandels reagierte, ist sie heute ein analoger Teil von diesem. Im Zeitalter der digitalen Rund-um-Verfügbarkeit werden Pop-Up Stores so zu kurzweiligen Inseln des Ausprobierens und der sinnlichen Erfahrbarkeit.