Begehrte Objekte zum Dekorieren

Accessoires und Objekte zum Dekorieren liegen wieder stark im Trend. Vom Kerzenhalter bis zum Kissen reflektieren diese kleinen Dinge Stil und Persönlichkeit ihrer Besitzer und machen aus einer Wohnung ein Zuhause. Mit dem Trend zum Dekorieren erleben auch jene Möbel ein Comeback, die den Lieblingsstücken eine angemessene Bühne geben.

Wer dieses Jahr über die Kölner Einrichtungsmesse imm cologne schlenderte, musste lange suchen, um den ehemals so allgegenwärtigen cleanen Look von Designmöbeln „ganz ohne“ zu finden. Meist thronten eine Schale oder ein Kerzenleuchter auf dem Couchtisch, klemmten Bücherberge im Regal oder klammerte sich ein Holz-Affe an den Garderobenspiegel: Wohnlichkeit, so bewiesen die großen Messe-Events des Jahres, liegt im Trend. Und es geht weiter. So ergänzen gerade einige der angesagtesten imm cologne-Aussteller ihr Angebot um neue Deko-Ideen, aber auch um alte, heute wieder gern gesehene Accessoires.

Ein Accessoires-Pionier der Möbelbranche ist Vitra: Klassiker von Charles und Ray Eames wie der „Eames House Bird“ oder der „Elephant“ (eigentlich ein Kinderspielzeug, heute aber längst mehr als das), beide Entwürfe sind über 50 Jahre alt, tauchen immer wieder als gern gesehene Gäste in Fotoshootings auf und gelten als wahre Ikonen der Dekoration.

„Bei Vitra glauben wir an das Prinzip der Collage: Eine lebendige Einrichtung mit individuellem Charakter entsteht durch eine Mischung aus Alt und Neu, High und Low, Klassik und Zeitgeist. Accessoires sind für diese Collage essentiell, denn sie geben jedem Interieur etwas Einzigartiges“, so Eckart Maise, Chief Design Officer bei Vitra.

So entwickelt Vitra seine Accessoires-Produktpalette ständig weiter. Neben Re-Editionen etwa von Aufbewahrungsboxen aus dem Archiv des Alexander Girard-Nachlasses werden auch zeitgenössische Designer für neue Kreationen engagiert. So finden sich aktuell bunt-fröhliche Accessoires und Textilien der niederländischen Designer Hella Jongerius in der neuen Kollektion. Ein weiterer Neuzugang ist die Vasenserie „Nuage“ von Ronan und Erwan Bouroullec. Acht Aluminiumröhren bilden die Form einer Wolke – Sanftheit trifft auf Industrie. In den einzelnen Röhrchen lassen sich Blumen, Zweige und Äste filigran anrichten.

Offene Regalsysteme, Anrichten und Sideboards geben Accessoires und Lieblingsstücken den besonderen Raum und bieten den nötigen Platz zur Inszenierung. Individuell zusammenstellbar und spielend leicht variierbar ist das Regalsystem „Stacked“ von Julien de Smedt für Muuto: Offene Module in verschiedenen Farben und Größen erlauben durch die Verbindung mit einfachen Clips scheinbar endlosen Gestaltungsspielraum, da auch Abstände variiert werden können. So scheinen einzelne Elemente an der Wand zu schweben – und mit ihnen ihr Inhalt.

Auch Beistelltische verfügen über viel Fläche zum Dekorieren. Coffee Table Books sind hier ein Klassiker, besonders schön wirken aber auch Vasen, Kerzenhalter oder Schalen, die sich wiederum durch Ablagen oder Teller gruppieren und inszenieren lassen. Ligne Roset wartet mit umfangreichen Variationen an kleineren Tischen auf: Von Plexiglas über Holz bis hin zu Metall und Marmor finden sich Modelle in Formen und Farben für jeden Geschmack.

Der schwedische Hersteller String setzt bei der Präsentation seines Produktklassikers stets auf besondere Details und lässt den Betrachter in wahre Dekorationswelten eintauchen. Das offene, feingliedrige Regal nimmt sich selbst in seiner Materialität so stark zurück, dass besonders viel Raum für die individuelle Gestaltung übrigbleibt: Seifen, Shampoos und Schwämme im Bad – Bücher, Pflanzen und Figuren im Wohnzimmer – Gewürze, Schalen und Becher in der Küche … Die Möglichkeiten liegen in der Hand des Dekorateurs!

Denn was wäre ein Regal, Sideboard oder Schrank ohne Inhalt? Vermutlich vor allem eines: ziemlich leer.