Freiheit der Formen: Design für alle Lebensbereiche

Bei der Einrichtung sind der Kreativität heute keine Grenzen mehr gesetzt. Egal ob für den privaten Wohnbereich oder für die Ausstattung von Büros, Hotels und anderen Projekten: Aussteller der imm cologne verwandeln Alltagsmöbel in besondere Designobjekte.

Neues Design von Ausstellern der imm cologne verbindet praktischen Gebrauch mit ungewöhnlicher Gestaltung und Farbgebung. Was heute für die Einrichtung entworfen wird, erinnert häufig kaum noch an klassische Möbelformen. Da wird der Tisch zur modernen Skulptur, der Sessel zum abstrakten Sitzobjekt oder der Raumteiler zur spannenden Installation. Der eigentliche Gebrauch wird dabei nicht beeinträchtigt, sondern erweitert. Die Funktion erhält eine neue Form, der Nutzer einen praktischen Eyecatcher.

Kunstvolle Ensembles
Produkte wie das Polstersystem „okome“, das vom japanischen Designstudio Nendo für Alias entworfen wurde, sind ebenso funktional wie optisch einprägsam. Das Design der modularen Sitzflächen und Rückenlehnen ist den natürlichen Formen von Kieselsteinen nachempfunden. Mithilfe eines ausgefeilten Verbindungssystems lassen sich die einzelnen Elemente zu neun unterschiedlichen Kombinationen zusammensetzen. Das Ganze wirkt wie ein künstlerisches Ensemble und passt sowohl in Arbeits- als auch in Wohnräume. Ähnlich objekthaft ist das von Uwe Fischer konzipierte Polstermöbelsystem „Affair“ von COR, das aktuell um neue vertikale Elemente erweitert wurde. Das so ergänzte Modulsystem kann zu abgeschirmten Inseln, Ruhezonen oder Raumteilern kombiniert werden, die sich von beiden Seiten nutzen lassen. Im Inneren sitzt man geschützt, während der Rückenbereich eine Tresen-Zone bietet – eine ungewöhnliche funktionale und ästhetische Erfahrung.

Gute Figur beim Wohnen und Arbeiten
Die aktuelle Freiheit der Formen verweist auf einen zeitgenössischen Trend: Die zunehmende Verschmelzung der einzelnen Lebensbereiche. Wenn das Büro immer wohnlicher und das private Wohnumfeld immer multifunktionaler wird, lassen sich auch die Möbel nicht mehr einzelnen Bestimmungen zuordnen. Der neue Sessel „Drum“ von Cappellini macht zum Beispiel im Wohnraum oder im Office eine ebenso gute wie abstrakte Figur. Die ungewöhnliche Formgebung des polnischen Designers Mac Stopa wurde von hexagonalen Trommelpads aus den 80er-Jahren inspiriert. Erhältlich mit ergänzenden Möbeln wie einem Pouf und Beistelltisch sowie in verschiedenen Farben und Bezügen kann der Sessel zu verschiedenen Sitz-Kompositionen zusammengestellt werden. Ein Multi-Density Schaumstoff ermöglicht die skulpturale Gestalt des Sitzpolsters, deren Wirkung geometrische 3D-Muster des Bezuges noch steigern.

Markante Überformung
Im Zuge der heutigen Gestaltungsfreiheit werden auch Möbelklassiker neu interpretiert und kunstvoll überformt. So hat sich das Designerduo Doshi Levien für den Entwurf des neuen Sitzmöbels „Cala“ von Kettal am ikonischen Rattan-Sessel „Emmanuelle“ orientiert. Der neue Sessel mit ungewöhnlich hoher Rückenlehne verfügt über eine starke räumliche Präsenz mit transparenten, leichten Oberflächen. Das offene Seilgeflecht bildet ein gitterartiges Fenster, das dem Möbel seine ausgefallene Ästhetik verleiht. Je nach Einsatzort bietet eine große Auswahl an Metallbeschichtungen, Seilfarben und Kissenstoffen viele Möglichkeiten, den Charakter des Designs auf die Umgebung abzustimmen.

Kunstvoll gestaltete Möbel können stimulieren – so wie abstrakte Kunst das Denken fördert. Abweichungen in Form, Material oder Farbe wirken anregend und bieten neue Inspirationen. Dabei erweitern innovative Materialien und Technologien zunehmend die Möglichkeiten des Designs und der Herstellung. Was heute an Formexperimenten und Prototypen entsteht, wird morgen auf der imm cologne als marktreifes Produkt präsentiert.