Online-Möbelhandel – Erfolg auf mehreren Kanälen?

Die einstige Revolution des Konsumverhaltens ist heute bereits Alltag und aus vielen Köpfen nicht mehr wegzudenken: Das Online-Shopping. 47 Millionen Deutsche haben 2015 private Einkäufe oder Dienstleistungen über das Internet bestellt, zeigen aktuelle Erhebungen des Statistischen Bundesamtes. Dabei fielen 64% der Einkäufe auf Mode- und Sportartikel. Und schon jeder zweite Online-Shopper gab an, Möbel, Spielzeug oder andere Gebrauchsgüter im Netz zu kaufen – mit 49% eine erstaunlich hohe Zahl.

Das rasante Wachstum des Möbelmarktes im Internet hat viele traditionelle Möbelhäuser und Einzelhändler vor Herausforderungen gestellt. Sie müssen nicht nur Technik- und Logistik-Lösungen für einen Multi-Channel-Handel finden, sondern auch mit reinen Online-Händlern wie Home24.de, moebel.de oder 99chairs.com konkurrieren, die 100% ihres Geschäfts mit Möbeln und Inneneinrichtungsgegenständen im Internet abwickeln. Die hohe Bedeutung der Verknüpfung von stationärem Handel mit virtuellen Welten steht auch bei der imm cologne 2017 im Fokus: Beim 4. Online-Möbelhandel-Kongress berichten hochkarätige Referenten über neue Trends und digitale Vermarktungsstrategien. Treu dem Motto „Virtuelle Welten und smarte Technologien im Einsatz für den Möbel-E-Commerce“ trifft sich am 19. Januar 2017 das Who-is-Who der Branche im Koelnmesse Congress-Centrum Nord.

„Der Online-Handel ist aus meiner Sicht ein wichtiges Thema“, erklärt Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse GmbH. „Schon heute ist die Entwicklung zu einer verstärkten ‚Virtualisierung‘ absehbar. Der Umsatz des gesamten deutschen Möbelhandel 2015 legte im Bereich online Handel um 4,3 Prozent auf 32,8 Mrd. € zu. Ich glaube, wir müssen dieser Entwicklung Rechnung tragen und in unseren gemeinsamen Angeboten noch stärker Online-Möglichkeiten akzentuieren. Deshalb ist auch eine unserer größten Herausforderung als Messegesellschaft, die wachsende Bedeutung des Multi-Channel-Handels auf unseren Veranstaltungen abzubilden.“

Wachstum des Online-Möbelhandels dank Bequemlichkeit der Nutzer

Schuhe, Kleider und Bücher werden von Online-Shoppern schon seit geraumer Zeit im Netz bestellt - denn es ist bequem. Auch beim Kauf von Möbeln schätzen es die Kunden, nicht mehr stundenlang durch Möbelhäuser streifen zu müssen. Neue und geschickte Filtermöglichkeiten erleichtern die Auswahl des neuen Lieblingsstücks im Netz, und schnelle Lieferzeiten rücken das Kundeninteresse in den Fokus. Die Idee, dass man Möbel vor dem Kauf anfassen muss, tritt gerade bei jungen Nutzern schnell in den Hintergrund. Heute kann man ganze Schrankwände, Sitzlandschaften und Esstische online bestellen und problemlos zurückschicken, falls sie nicht gefallen – das steigert die Lust der Nutzer am Online-Einkauf.

Zukunft von stationärem und Online-Handel

Die Verknüpfung von Verkaufsplattformen der realen mit der virtuellen Welt im Rahmen einer Omni-Channel-Strategie ist nur eines der vielen Themen-Highlights im Rahmen des Online-Möbelhandel-Kongresses, die sich mit der Zukunft des stationären und Online-Handels beschäftigen. So spricht beispielsweise Jürgen Leuschel, Geschäftsführer Sunchairs (Massivum), über die erfolgreiche Online-Positionierung in Zeiten von Amazon und Vollsortimentern. Wie man Kunden mit Virtual- und Augmented-Reality-Anwendungen begeistern kann, führt Dr. Franco Lehmann, Leitung Digital Business bei Interstuhl Büromöbel, aus. Und um Brand-Building online geht es bei Stefan Smalla, Geschäftsführer Westwing.

„Unser Anspruch muss sein, alle wichtigen Akteure für den Multi-Channel-Einrichtungshandel auf der imm cologne zusammenzubringen, um Erfahrungen auszutauschen und Trends und Perspektiven zu diskutieren“, sagt Böse. „Und ich denke, dass ist uns mit dem 4. Online-Möbelhandel-Kongress und den ausgewählten Themen-Highlights gut gelungen.“


Weitere Informationen:
www.imm-cologne.de/imm/ausstellersuche/veranstaltungssuche/index.php?fw_goto=veranstaltung/details&&vid=15368&values=%7B%22start%22%3A%2220%22%7D